Mir war mal wieder nach rumbasteln in der Küche. Ich hatte einen Beitrag gelesen, in dem ein glutenfreies Mehl für Nudeln in den Himmel gehoben wurde. Angeblich wäre es genauso zu händeln wie ein normales Mehl Typ00. Natürlich wollte ich das ausprobieren, da mein Mitesser keinen Weizen mehr verträgt und deshalb lieber glutenfrei isst. Allerdings sollten es keine Nudeln werden, sondern Ravioli, denn die gibt es hier bei uns glutenfrei nicht zu kaufen.
Wie man auf dem Bild sehen kann, ja ich habe Ravioli zustande gebracht aber es war ein Kampf. Der Teig war fest, trocken und irgendwie unwillig und das obwohl ich zu den ganzen Eiern auch noch Wasser und Olivenöl untergeknetet hatte. Wahrscheinlich wäre noch etwas Olivenöl hilfreich gewesen, deshalb habe ich das Rezept entsprechend angepasst. Das Problem war, dass der Teig beim Durchlaufen in der Nudelmaschine immer brüchiger wurde und so habe ich dann die Ravioli aus einzelnen Stücken zusammengesetzt. Es hat für jeden 6 Stück gegeben und den restlichen Nudelteig habe ich einfach zu Bandnudeln verarbeiten.
Beim Essen kam mein Mitesser dann auf die Idee, dass ich aus dem Nudelteig auch sogenannte Scherennudeln hätte machen können, dann wäre das ganze Gemehre nicht notwendig gewesen. Aber geschmeckt haben sie wirklich sehr gut und die Bärlauchfüllung hatte so eine leichte Schärfe - mmmmmmmmm.
Felix von FEL!X KITCHEN veranstaltet den aktuellen Blogevent auf Zorras Kochtopf, dabei geht es um eingerolltes, eingewickeltes oder eingeschlagenes. Na ja und da dachte ich mir, dass meine Ravioli da ganz gut passen würden.
Zutaten:
150 g Kartoffeln
300 g glutenfreies Mehl für Nudeln
2 Eier
4 Eigelb
3 Esslöffel Wasser
3 Esslöffel Olivenöl + etwas zum Bestreichen
1 Bund Bärlauch
3 Esslöffel Frischkäse
30 g geriebener Parmesan
1 Zitrone (Schale)
einige Chiliflocken
50 g Pinienkerne
4 Esslöffel Butter
Pfeffer, Salz
Parmesan nach Geschmack
Zuerst die Kartoffeln waschen und mit Schale in Salzwasser ca. 20 Minuten kochen. Derweil den Nudelteig bereiten, dafür das Mehl in eine große Schüssel geben. In der Mitte eine Mulde machen, dahinein die Eier und Eigelbe geben. Diese mit einer Gabel verschlagen, dabei das Wasser und das Olivenöl dazu geben und langsam das Mehl unterarbeiten. Danach den Teig mit der Hand kräftig verkneten. Notfalls dabei noch etwas Wasser mit unterarbeiten, wenn der Teig schön glatt ist, zu einer Kugel formen, mit etwas Olivenöl einreiben und mit einem feuchten Tuch bedeckt eine halbe Stunde ruhen lassen.
Währenddessen die fertig gekochten Kartoffeln abkühlen lassen und schälen. Im Anschluss mit einer Gabel zerdrücken und komplett erkalten lassen. Die Bärlauchblätter waschen, trockenschleudern und bis auf acht Blätter grob hacken, dann mit dem Frischkäse in einem Multizerkleinerer pürieren. Die Bärlauchmasse mit den Kartoffeln vermengen. Dann Parmesan, Zitronenschale und Chiliflocken unterarbeiten. Die Masse mit Pfeffer und Salz abschmecken und daraus kleine Bällchen formen
Den Nudelteig vierteln und jeden Teil zu einem flachen Rechteck formen, dann 2 mal auf Stufe Null durch die Nudelmaschine laufen lassen. Die Stärke verringern und den Teig jeweils 2mal durchlaufen lassen bis er schön dünn ist. (war bei mir die Stufe 5)
Die Teigplatten auf eine bemehlte Fläche legen und die Bällchen im 5cm Abstand darauf legen, mit etwas Wasser besprühen, dann eine zweite Teigplatte darüberlegen, die Zwischenräumen herunterdrücken und die Raviolis rundherum verschließen, danach mit einem Teigrädchen zerteilen.
Die Pinienkerne ohne Fett anrösten. Die 8 übriggebliebenen Bärlauchblätter in Streifen schneiden. In einer Pfanne die Butter langsam anbräunen lassen. Wenn sie Farbe bekommen hat, den Bärlauch zugeben, kurz frittieren, danach vom Herd nehmen und warm halten. Die Ravioli in kochendem Salzwasser 3 Minuten kochen und mit einem Schaumlöffel herausnehmen und sofort zur Butter geben. Danach die Ravioli auf Teller verteilen und reichlich Parmesan darüber reiben. Mit den Pinienkernen bestreuen.
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