Seit ein paar Jahren sind Biang Biang Nudeln auch hier in Europa der Hit. Die Zubereitung sieht auf den ersten Blick etwas schwierig aus aber das ist sie nicht. Man muss dem Teig nur Zeit geben zu ruhen, damit sich das Gluten entspannen kann, dadurch wird der Teig geschmeidig, extrem dehnbar und reißfest. Erst diese Konsistenz ermöglicht das typische Ausziehen. Wenn man den Teig nicht ausreichend ruhen lässt bzw. wenn er zu kalt ist, wäre der Teig zäh und würde beim Ziehen reißen. Damit ist es nicht möglich, die Nudeln in die charakteristische Form zu bringen. Bei uns hat vor kurzem auch ein chinesisches Restaurant eröffnet, das Biang Biang Nudeln anbietet und ich war neulich mit meinem Mitesser dort essen und die Nudeln waren wirklich lecker. Leider konnte nur ich die Nudeln genießen, denn normalerweise werden sie aus Weizenmehl hergestellt und damit hat mein Mitesser ja so seine Probleme. Mittlerweile isst er ja wieder Kohlehydrate aber eben keinen Weizen. Deshalb wollte ich das Ganze jetzt mit Dinkelmehl versuchen und wie man oben sehen kann, ist der Versuch gelungen.
Die leckeren Nudelchen passen sehr gut zum aktuellen Blogevent auf Zorras Kochtopf, das Dorothée von bushcooks kitchen veranstaltet. Wer sich genau anschauen will, wie die Nudeln gezogen werden, findet da ausreichend Videos im Internet. Ein sehr schönes ist das von Sissi Chen. Sie verwendet zwar normales Weizenmehl aber ich finde, sie erklärt die Zubereitung richtig gut.
Für unser Essen hatte ich vorsichtshalber Reis gekocht, denn ich war mir nicht sicher, ob mir die Nudeln gelingen werden. Die Videos sehen ja alle recht simpel aus aber ihr wisst alle, das hat normalerweise nicht viel zu sagen. Da hier das Rindfleisch-Topping schlecht warm gehalten werden kann, hatte ich den Reis vorgekocht. Zum Glück haben die Nudeln funktioniert und so blieb der Reis für die Resteverwertung.Zutaten:
300 g Dinkelmehl (Type 630)
130 ml lauwarmes Wasser
1 Teelöffel Salz
Etwas neutrales Öl zum Einpinseln
350 g Rindfleisch (Bürgermeisterstück oder Filetsteak)
1 Ei
8 Esslöffel Sojasoße
2 Esslöffel Sesamöl
1/2 Teelöffel Backpulver
1 Esslöffel Speisestärke (ich hatte Maisstärke)
4 Knoblauchzehen
1 Gemüsezwiebel
80 g Zuckerschoten
1 Vogelaugen-Chili
4-6 Shiitake-Pilze
1 Lauchzwiebel
1 wallnussgroßes Stück Ingwer
Erdnussöl zum Braten
1 Teelöffel Chiliflocken
1 Teelöffel edelsüßes Paprikapulver
5 Esslöffel Sonnenblumenöl
2 Esslöffel schwarzer chinesischer Essig
frischen Koriander
Sesamkörner
Zubereitung:
Mehl, Salz und Wasser ca. 10 Minuten lang zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Daraus 4 flache, längliche Fladen formen und diese rundherum mit Öl bestreichen. In eine Schale geben, mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Mindestens 1 Stunde vor dem Ziehen aus dem Kühlschrank nehmen, damit der Teig Zimmertemperatur hat.
Das Fleisch mit einem scharfen Messer in sehr dünne Scheiben schneiden. (Das geht leichter, wenn das Fleisch für 3 Stunden tiefgefroren wurde) Dann mit dem Ei, 3 Esslöffel Sojasoße, 2 Esslöffel Sesamöl, dem Backpulver und der Speisestärke vermischen. Das Rindfleisch ca. 1 Stunde marinieren lassen.
Den Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Die Gemüsezwiebel schälen und in dünne Spalten schneiden. Die Zuckerschoten waschen und putzen. Die Chili in feine Würfel schneiden. Die Shiitake-Pilze putzen und je nach Größe vierteln oder in Streifen schneiden. Die Lauchzwiebel putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Den Ingwer schälen und fein reiben.
Das Erdnussöl erhitzen und darin das Rindfleisch im Wok anbraten, dann herausnehmen und warm halten. Danach die Gemüsezwiebeln und Pilze im Wok anbraten, nach einigen Minuten die Zuckerschoten und die Hälfte des Knoblauchs zugeben und alles unter Rühren anbraten. Das Fleisch in den Wok geben und weitere 4 Esslöffel Sojasoße zugeben und mit etwas Pfeffer würzen. Zugedeckt warm stellen.
Die Nudeln in kochendem Wasser (kein Salz) bissfest kochen, abgießen und auf zwei Schüsseln verteilen. Währenddessen die 5 Esslöffel Sonnenblumenöl erhitzen. Auf jede Portion Nudeln jeweils die Hälfte der Lauchzwiebel, Ingwer, Chilipulver, Paprika und des restlichen Knoblauchs obenauf geben und das heiße Öl darüber gießen. Dann über jede Schüssel je einen Esslöffel Sojasoße und Essig geben. Die Nudeln mit den Gewürzen vermischen und dann das Rindfleisch mit dem Gemüse auf die zwei Schüsseln aufteilen. Etwas frischen Koriander und Sesamkörner darüber streuen.Wir hatten noch einen leckeren Rettichsalat mit Zwiebelöl als Beilage. Das Rezept gibt es morgen.
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