Samstag, 17. Oktober 2026

Vietnamesische frittierte Bananen mit Zitronengras-Sorbet (Bánh Chuối Chiên)


Für unser Sonntagsessen wollte ich auch ein passendes Dessert zubereiten. Frittierte Bananen vom Asiaten kennt man ja schon aber ich habe hier eine glutenfreie Version ausprobiert.

Zutaten:
4 Stängel Zitronengras 
1 Limette (Saft und Schale)
200 ml Wasser
150 g Zucker
100 ml frischer Zitronensaft (ca. 2–3 Zitronen)
1 Eiweiß
100 g Reismehl
30 g Kartoffelstärke
1 Esslöffel Rohrzucker
1 Teelöffel Backpulver
1 Prise Salz
1 Prise Kurkuma
120 150 ml kaltes Wasser (bis ein dickflüssiger Teig entsteht)
4 reife Baby-Bananen
1 l Erdnussöl
Honig nach Geschmack
gehackte Erdnüsse

Zubereitung:
Das Zitronengras von den äußeren Blättern befreien, die Enden abschneiden und die Stängel mit dem Messerrücken leicht anklopfen, damit sich die ätherischen Öle entfalten. Grob in Stücke schneiden. Die grüne Schale der Limette mit einem Sparschäler abschneiden. Wasser und Zucker in einem Topf aufkochen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Das vorbereitete Zitronengras und die Limettenschale dazugeben und ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen.

Den Sirup abkühlen lassen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen, dann durch ein sehr feines Sieb gießen. Den Zitronensaft unterrühren. Das Eiweiß steif schlagen und unterziehen. Die Masse in eine Eismaschine füllen und in etwa 45 Minuten cremig gefrieren lassen. Wer keine Eismaschine hat, füllt die Masse in eine flache Schale und stellt diese in die Tiefkühltruhe. 2-3 Stunden einfrieren lassen und alle halbe Stunde mit einer Gabel umrühren.

Reismehl, Stärke, Zucker, Backpulver, Kurkuma und Salz in einer Schüssel mischen. Nach und nach das Wasser unter Rühren hinzufügen, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht. Die Bananen schälen und längst halbieren.

Das Frittieröl in einem tiefen Topf oder einer Fritteuse auf etwa 170–180 °C erhitzen. Die Bananenhälften durch den Teig ziehen und im Öl frittieren. Nach einigen Minuten herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Jetzt die Bananen ein zweites Mal durch den Teig ziehen und erneut für 4-5 Minuten frittieren.

Die Bananen mit einer Schaumkelle herausnehmen und erneut auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Bananen auf vier Teller verteilen, mit Honig beträufeln und mit den Erdnüssen bestreuen. Jeweils eine Kugel Sorbet dazu servieren.



Eure Danii von Lecker Bentos und mehr

Freitag, 16. Oktober 2026

Udonnudel-Bowl mit Mangold, Ringelbeete und Shimeji-Pilze


Bei meinem Marktbesuch in Lüneburg konnte ich einiges an interessantem Gemüse kaufen. Dazu haben auch die Ringelbeete und der rote Mangold gehört. Da ich noch frische Udon-Nudeln da hatte, wurden die dann die Sättigungsbeilage.

Zutaten für 1 Portion:
2 Mangoldblätter
½ Packung Shimeji-Pilze
½ rote Zwiebel
1 kleine Ringelbeete
1 Packung frische Udon-Nudeln
1 Teelöffel Sesamöl
1 Esslöffel Sojasoße
Saft ½ Zitrone
etwas Rohrzucker
Pfeffer, Salz
Erdnussöl zum Braten

Zubereitung:
Die Mangoldblätter waschen, die Stiele herausschneiden und dann klein schneiden. Die Blätter in dünne Streifen schneiden. Die Wurzeln der Pilze abschneiden. Die Zwiebel schälen und in dünne Scheiben schneiden. Sojasoße mit Zitronensaft und Sesamöl verrühren.

Die Nudeln nach Packungsangaben zubereiten. Währenddessen das Erdnussöl erhitzen und darin die Zwiebeln anschwitzen, wenn sie etwas Farbe bekommen haben, eine kräftige Prise Rohrzucker darüber streuen und die Zwiebeln kurz karamellisieren lassen, dann mit der Sojasoßenmischung ablöschen. Die Nudeln abgießen und mit dem Dressing vermischen.

Den Mangold und die Pilze jeweils in etwas Öl anbraten und mit Pfeffer und Salz würzen. Die Nudeln in eine Schüssel geben und mit dem Mangold, Pilzen und der Ringelbeete toppen. 




Eure Danii von Lecker Bentos und mehr

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Puntarella alla Romana zum Bistecca


Wie ich ja gestern schon geschrieben hatte, hatte ich bei meinem Besuch auf dem Lüneburger Wochenmarkt Puntarella mitgenommen. Ich hatte dort eine Variante mit dunklen Stielen gekauft, üblicherweise hat Puntarella weiße Stängel, ob das geschmacklich einen Unterschied macht, weiß ich allerdings nicht.

Heute gibt es ein Keto-Gericht. Der Salat mit einem halben Steak enthält sehr wenig Kohlehydrate und passt so zur Ernährung meines Mitessers. Ich hatte mir ein paar Scheibchen Ciabatta dazu gegönnt und mein Mitesser hat einfach etwas mehr Salat als ich bekommen ;)

Zutaten für 2 Portionen:
1 Kopf Puntarelle (ca. 1 kg, mit zarten Innentrieben)
2 Knoblauchzehen
4 Esslöffel Olivenöl extra vergine
2 Sardellenfilets in Öl
Saft 1/2 Zitronen
1 Rumpsteak
3 Zweige Zhymian
2 Zweige Rosmarin
Salz, Pfeffer
Öl zum Braten
Sesam-Salz-Mischung als Topping

Zubereitung:
Die äußeren, harten Blätter des Puntarelle-Kopfes entfernen, den Rest gründlich waschen und die Blätter etwas zerkleinern. Dann für ca. 30 Minuten in Eiswasser geben, dadurch wird der Salat schön knackig. 

Eine Knoblauchzehe schälen und würfeln. Dann mit mit 4 Esslöffel Olivenöl, Sardellenfilets und Zitronensaft zu einem cremigen Dressing pürieren. Mit etwas Pfeffer und Salz abschmecken.

Das Steak von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen und bei hoher Temperatur kräftig je 2 Minute von beiden Seiten braten. Dann die Kräuter und die zweite Knoblauchzehe zugeben und bei mittlerer Temperatur jeweils nochmal 2 Minuten von jeder Seite braten. Zugedeckt ca. 10 Minuten ruhen lassen.

Puntarella gründlich abtropfen lassen und trocken schleudern, dann mit dem Dressing vermischen und 10 Minuten marinieren lassen. Das Steak in Scheiben schneiden und über dem Salat anrichten, dann das Topping darüber streuen.


Eure Danii von Lecker Bentos und mehr

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Linguini mit Puntarella und Pancetta


Das heutige Gericht ist mal wieder eines, dass man unter 30 Minuten zubereitet hat. Bei wirklich guten Zutaten ist es geschmacklich der Hit. Aber das ist eben italienische Küche, ein gutes Olivenöl, ein leckerer Pancetta und dazu ein reifer Parmesan und schon hat man eine wirklich leckere Mahlzeit.

Die  Cicoria catalogna ist eine italienische Verwandte des Chicorée. Allerdings erinnern die Blätter an Löwenzahn, weshalb die Pflanze gelegentlich auch als Löwenzahnsalat verkauft. Die inneren Blätter der Pflanze werden auch gern als Puntarella bezeichnet und diese werden in der italienischen Küche sowohl warm als auch im Salat gerne verwendet.

Mir ist dieses leckere Gemüse beim Besuch des Lüneburger Wochenmarktes unter die Finger gekommen. Als ich diesen interessanten Salat gesehen hatte, musste ich gleichmal googeln, was ich damit machen könnte und hatte mir zwei Stauden mitgenommen. 

Zutaten für 2 Portionen:
1 kleine rote Zwiebel
1 Kopf Puntarella
1 Knoblauchzehe
40 g Pancetta
2 Esslöffel Pinienkerne 
200 g Linguini
40 g geriebener Parmesan
Etwas Zitronensaft
Olivenöl nach Geschmack
Salz, Pfeffer
Parmesan nach Geschmack

Zubereitung:
Das Nudelwasser mit Salz zum Kochen bringen. Derweil die Zwiebel schälen, halbieren und in Ringe schneiden. Vom Puntarella den Strunk und die äußeren Blätter entfernen, die übrigen Blätter gründlich waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Den Pancetta in feine Streifen schneiden.

Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten und herausnehmen. Den Pancetta in die Pfanne geben und ohne Fett auslassen. Die Nudeln ins Wasser geben und gründlich umrühren. Den Pancetta mit einem Schaumlöffel aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen, dann die Zwiebel in das ausgelassene Fett geben und anbraten, nach einigen Minuten den Puntarella und den Knoblauch zugeben und mitbraten.

Wenn die Nudeln bissfest sind, diese tropfnass in die Pfanne geben und alles gründlich miteinander vermischen. Mit Pfeffer, Salz und einigen Spritzern Zitronensaft würzen. Den Parmesan, den Pancetta sowie etwas gutes Olivenöl zugeben und alles kurz miteinander verrühren.

Die Nudeln auf zwei Teller verteilen und dann nach Geschmack Parmesan darüber reiben und die Pinienkerne darüber streuen.





Eure Danii von Lecker Bentos und mehr

Dienstag, 13. Oktober 2026

Cheesy Garnelen Tacos mit selbstgemachten Mais-Tortillas und Pico de Gallo


Als ich die Ankündigung des neuen Blogevents bei Zorra gelesen hatte, war ich ja gerade aus meinem Urlaub zurück gekommen und hatte mir natürlich auch ein paar Sachen für die Küche mitgebracht. Also war mein ersten Beitrag sehr schnell gefunden aber bei diesem Event geht es ja nicht nur um Urlaubsschätze sondern auch um Schrankhüter und da ist mir sofort ein Teil eingefallen, dass seit knapp 2 Jahren bei mir im Schrank rumliegt und noch nie zum Einsatz gekommen ist. 

Diese Tortillapresse hatte ich gekauft, weil ich Tortillas mal selber machen wollte, denn die glutenfreien Dinger, die ich für meinen Mitesser kaufen muss, gehen ganz schön ins Geld. Also hatte ich nach Alternativen gesucht und auch einige passende Rezepte gefunden aber dafür hätte ich jeweils dieses kleine Teil gebraucht. Also habe ich es gekauft und als ich es dann mal ausprobieren wollte, informierte mich mein Mitesser "ich ernähre mich jetzt keto". Also hatte ich die Presse weggeräumt und doch glatt bis heute vergessen. *lach* 

Optisch hätten meine Tacos mit fertig gekauften Tortillas bestimmt schicker ausgesehen aber besser geschmeckt hätten sie nicht. Und jetzt im Nachgang habe ich festgestellt, dass es eine reine Übungssache ist, denn schon bei meinem zweite Versuch sahen die Teilchen bedeutend besser aus, wie man hier sehen kann. 

Durch Zufall hatte mein Lieblingsgemüsestand auf dem Markt eine Vielzahl von verschiedenen Chilis und dort hat mir der Verkäufer die Poblano Chilis empfohlen, die sehen fast so aus wie Jalapeños sind aber deutlich milder. Falls ihr diese nicht bekommt, könnt ihr aber auch gerne Jalapeños verwenden. Es ist dann eben nur etwas schärfer ;)

Den aktuellen Blogevent veranstaltet Regina von Bistroglobal.

Blog-Event CCXXXIV - Urlaubsschätze & Schrankhüter (Einsendeschluss 15. Oktober 2026)

Zutaten:
8 Cocktail-Tomaten
2 rote Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Poblano Chili (dunkelgrün) - alternativ Jalapeños
3 Limetten
1 Esslöffel Olivenöl
1 Prise Cayennepfeffer
4-6 Stängel Koriander
250 g nixtamalisiertes Maismehl (für Tortillas)
375 ml warmes Wasser
1 Esslöffel Butter
500 g geschälte Garnelen
Saft von 1⁄2 frischer Limette
150 g geriebener Gouda
1 reife Avocado
Salz, Pfeffer
Öl zum Braten 
frischen Koriander 
Kresse

Zubereitung:
Die Tomaten waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und fein würfeln, die Hälfte zu den Tomaten geben und den Rest für die Garnelen beiseite stellen. Die Chili längst halbieren, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch ebenfalls sehr fein würfeln. Auch hier die Hälfte zu den Tomaten und den Rest für die Garnelen beiseite stellen. Eine Limette auspressen und den Saft mit dem Olivenöl zu den Tomaten geben und dann alles mit Pfeffer,  Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Den Koriander fein hacken und untermischen.

Das Mehl mit einer Prise Salz und dem warmem Wasser vermischen und zu einem weichen, geschmeidigen Teig verkneten. Zugedeckt stehen lassen. Derweil die vorbereiteten Zwiebeln mit dem Chili in der Butter anschwitzen, wenn die Zwiebeln glasig sind den Knoblauch zugeben und mitbraten. Die Garnelen grob hacken und ebenfalls zugeben und braten bis die Garnelen rosa werden. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Saft einer halben Limette abschmecken.

Den Mais-Teig in 12 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Eine Teigkugel zwischen zwei Lagen Backpapier legen und mit einer Tacopresse flach drücken. 

Eine Pfanne ohne Öl sehr stark erhitzen. Die rohe Tortilla hineinlegen und von jeder Seite etwa 1–2 Minuten ausbacken, bis sich kleine Blasen bilden.

Eine weitere Pfanne mit etwas Öl erhitzen und darin sofort die fertige Tortilla legen und mit 2 Esslöffel Käse bestreuen, jetzt jeweils 2 Esslöffel von den Garnelenfüllung daraufgeben. Die Tortilla zusammenfalten, sobald der Käse geschmolzen ist und von jeder Seite nochmals braten. Dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und bei 50° C im Backofen warm halten. Alles wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht ist.

Die Avocado halbieren den Kern entfernen und das Fruchtfleisch über Kreuz einschneiden und mit einem Esslöffel herausheben. Die restliche Limette in Spalten schneiden. Jeweils 4 Tacos in eine Schale legen, dann Avocadowürfel darüber verteilen und die Limettenspalten sowie Pico de Gallo dazu servieren. Alles mit etwas frischen Koriander und Kresse betreuen.

Eure Danii von Lecker Bentos und mehr

Montag, 12. Oktober 2026

Erdbeer-Trifle mit Zitronenkuchen


Ein klassisches Trifle ist ja eine englische Süßspeise aus Biskuit, Früchten und englischer Creme. Diese kommen geschichtete in große Gläser bzw. Glasschüsseln. Für gewöhnlich wird dabei der Biskuit mit Alkohol getränkt.

Heute hat sich da einiges verändert. Man nimmt nicht mehr unbedingt Biskuit und es muss auch nicht immer die schwere englische Creme sein und vor allem wird dieser Dessert jetzt gerne in kleine Gläser abgefüllt. Genau so wie mein heutiges Dessert.

Ich hatte noch einen halben Zitronenkuchen übrig und beim Einkaufen nochmal leckere deutsche Erdbeeren gekauft. Den griechischen Joghurt hatte ich noch im Kühlschrank. Der Vorteil war, dass ich dieses Dessert auch recht einfach im Keto-Style zurecht machen konnte. Ich hatte einfach den Kuchen weggelassen und den Zucker durch Erythrit ersetzt. (Hier die Keto-Version mit ein paar Blaubeeren)

Zutaten:
300 g Erdbeeren
3 Esslöffel Rohrzucker
2 Orangen (Saft)
500 g griechischer Joghurt
1/2 Zitronenkuchen
4 Erdbeeren als Deko
Minze

Zubereitung:
Die Erdbeeren  waschen, putzen, die Hälfte vierteln und den Rest mit einem Esslöffel Rohrzucker und dem Saft einer halben Orange pürieren. Die restlichen Orangen auspressen und den Saft auffangen. Den Joghurt mit dem restlichen Zucker verrühren.

Den Zitronenkuchen in 8 Scheiben schneiden und dann runde Scheiben im Durchmesser des Glases ausstechen. 4 Scheiben in die Gläser legen und die Hälfte des Saftes darüber träufeln. Dann jeweils die Hälfte des Joghurts in die Gläser geben. Jetzt die geviertelten Erdbeeren und je zwei Esslöffel des Erdbeerpürees darüber geben. Den restlichen Zitronenkuchen in die Gläser legen und diesen wieder mit dem Saft beträufeln. Den restlichen Joghurt und das Erdbeerpüree darüber geben. 

Die Erdbeeren waschen, halbieren und mit der Minze oben auf die Gläser setzen.

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Sonntag, 11. Oktober 2026

Heidschnuckenfilet mit Buttergemüse und Salzkartoffeln


In den letzten Tagen hatte ich ja alle Rezepte meines letzten Urlaubs veröffentlicht. Von meinen Reisen nehme ich mir immer sehr gerne Lebensmittel und Gewürze mit nach hause. Dieses Mal hatte ich mir Heidschnuckenfleisch aus der Nähe von Lüneburg mitgenommen. Heidschnucken gibt es bei uns in der Gegend ja eher nicht und da ich bei einem anderen Urlaub dieses leckere Fleisch schon mal essen konnte, wollte ich jetzt selber mal etwas damit zubereiten. Bei dem Fleischer in der Lüneburger Heide, gab es das Fleisch nur gefroren, dass für das Mitnehmen ganz passend war. Ich hatte eine Kühltasche dabei und so konnte ich die Filets gut transportieren. 

Außerdem hatte ich mir beim Besuch des Salzmuseums in Lüneburg ein Glas mit Lüneburger Fingersalz gekauft. Dieses Salz wird seit mehr als 1000 Jahren nach dem traditionellen Verfahren in offenen Pfannen aus der Lüneburger Sole hergestellt. Durch das Trockensieden entsteht ein feines Tafelsalz, das man zum Würzen direkt am Tisch verwenden kann. Das Salz wird nur noch in kleinen Mengen hergestellt und durch den Prozess des Siedens behält das fertige Salz eine geringe Restfeuchte. Die Salzflocken lassen sich ähnlich wie Fleur de sel verwenden und haben eine vergleichbare Konsistenz. Durch die leichte Restfeuchte ist das Salz allerdings nicht für den Einsatz in Salzmühlen geeignet.

Das Thema des aktuellen Blogevent bei zorra ist "Urlaubsschätze und Schrankhüter" und sowohl das Heidschnuckenfleisch als auch das leckere Salz waren ein Urlaubsmitbringsel. Diese Event wird von Regina von Bistroglobal veranstaltet. 

Blog-Event CCXXXIV - Urlaubsschätze & Schrankhüter (Einsendeschluss 15. Oktober 2026)

Zutaten:
800 g Heidschnucken-Rücken (2 Filets)
4 Knoblauchzehen
6 Thymianzweige
2 Zweige Rosmarin
2 Esslöffel Olivenöl
3 rote Zwiebeln
5 Möhren
3 Stangen Sellerie
500 g Knochen (Heidschnucke oder Rind)
1 Esslöffel Tomatenmark
500 ml Rotwein
5-6 Wacholderbeeren
2 Lorbeerblätter
1 Teelöffel Pfefferkörner
2 Teelöffel schwarzes Johannisbeergelee
Crema di Balsamico nach Geschmack
1 Kohlrabi
8 Kartoffeln
½ Blumenkohl
2 Esslöffel Butter
100 g Zuckerschoten
½ Zitronen
Salz und Pfeffer
Öl zum Braten
gehackte Petersilie zum Dekorieren
Lüneburger Fingersalz

Zubereitung:
Die Filets parieren, dabei falls vorhanden die Fettschicht und die Silberhaut entfernen. 2 Knoblauchzehen schälen und halbieren, zusammen mit dem Thymian, Rosmarin und den Filets in einen Tiefkühlbeutel geben. Das Olivenöl zugeben und alles gut verschließen. Im Kühlschrank marinieren lassen und eine Stunde vor dem Braten herausnehmen.

Die Zwiebeln und 2 Möhren schälen und grob zerkleinern. Den Sellerie waschen und ebenfalls grob zerkleinern. Die Knochen in etwas Öl anbraten, nach einigen Minuten Zwiebeln, Möhren und Sellerie zugeben und mitbraten. Wenn alles schön Farbe bekommen hat, das Tomatenmark unterrühren und kurz anrösten, danach mit dem Rotwein ablöschen. Soviel kaltes Wasser angießen, bis die Knochen bedeckt sind. Dann mit Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Pfefferkörner und Salz würzen. Bei niedriger Temperatur 2 Stunden köcheln lassen.

Die Knochen und die Gewürze herausnehmen und alles andere pürieren. Danach durch ein Sieb streichen. Erneut erhitzen, dann alles auf niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Soße die richtige Konsistenz hat. Nun den Portwein angießen und einige Minuten köcheln lassen. Johannisbeergelee und Balsamico unterrühren und mit Pfeffer sowie Salz abschmecken. Kartoffeln, die restlichen Möhren und das Kohlrabi schälen, waschen und mundgerechte Stücke schneiden. DieKartoffeln in kaltem Wasser mit etwas Salz aufsetzen, zum Kochen bringen und ca. 18 Minuten köcheln lassen. Gleichzeitig für das Gemüse Salzwasser zu Kochen bringen und dann Möhren, Kohlrabi und Blumenkohl darin bissfest garen.

Währenddessen das Fleisch aus dem Tiefkühlbeutel nehmen und in etwas Öl kräftig von allen Seiten zusammen mit dem Knoblauch und den Kräutern anbraten. Dann in eine Ofenform legen und bei 80° Ober-/Unterhitze im Backofen 12 – 15 Minuten fertig garen.

Die Butter schmelzen und bei niedriger Temperatur anbräunen. Derweil die Kaiserschoten putzen und für ca. 2 Minuten beim Gemüse mitgaren. Wenn die Butter schön gebräunt ist, das Gemüse mit einem Schaumlöffel aus dem Kochwasser nehmen, abtropfen lassen und in die Butter geben. Alles miteinander vermischen. Dann mit Zitronensaft, geriebener Muskatnuss, Pfeffer und Salz würzen.

Das Fleisch aus dem Ofen nehmen, kurz ruhen lassen und dann in Scheiben schneiden. Die Kartoffeln abgießen und auf den Tellern verteilen, dann Butter-Gemüse und Fleisch daneben anrichten. Zum Schluss etwas Soße angießen und das Gemüse mit der gehackte Petersilie bestreuen. Eine kräftige Prise Fingersalz über das Fleisch geben. 

Für die Ketoernährung meines Mitessers hatte ich das Gericht so gestaltet, das es relativ wenig Kohlehydrate enthält. Deshalb auch das Buttergemüse und die ungebundene Soße. Die zwei Teelöffel Johannisbeergelee enthalten zwar Zucker aber wenn man das auf die Gesamtmenge runterrechnet, ist es wieder im Rahmen. Die eigentliche Sättigungsbeilage sind ja hier Salzkartoffeln, für meinen Mitesser hatte ich einfach etwas Blumenkohl mehr gekocht und so hat alles gepasst.

Eure Danii von Lecker Bentos und mehr