Sonntag, 1. März 2026

Rollbraten vom Thüringer Strohschwein mit Schmorkraut und Blumenkohl-Knödeln


Mir war mal wieder so experimentierfreudig und ich hatte Lust auf einen schönen Krustenbraten aber da hat mir das Kreative gefehlt und so kam ich auf die Idee mit dem Rollbraten. Das Fleisch hatte ich dann wie immer bei meinem Fleischer bestellt und hatte von denen ein richtig schönes Stück bekommen. Damit sich das Fleisch gut füllen ließ, musste ich es einmal quer durchschneiden. Das hört sich jetzt schwierig an aber mit ein bisschen Übung geht das leichter als man denkt. 

Damit die Schwarte nicht krumm einreißt, sollte man sie einschneiden. Ich mache das am liebsten mit einem Cuttermesser, die sind immer schön scharf und gehen bedeutend besser als ein normales Küchenmesser. Dieses Mal hatte ich nur das Problem, dass ich meins richtig gut aufgeräumt hatte und es einfach nicht finden konnte. So musst ich kreativ werden. Naja als ich dann fertig mit Kochen war, hatte ich auch das Messer wieder gefunden.

Als Garhinweis sollte man pro 10 cm Durchmesser des Rollbraten 1 Stunde rechnen. Ich hatte allerdings vorsichtshalber ein Fleischthermometer verwendet. So ein Rollbraten sollte eine Kerntemperatur von 72 bis 75 Grad haben, dann ist er durch aber noch richtig schön saftig. 

Da zu einem so rustikalem Gericht Klöße hervorragend passen, hatte ich nach einer Low carb Version für meinen Mitesser gesucht und hatte auch eine in den Blumenkohlknödeln gefunden. Mir war da zuviel Krams drinne und deshalb gab es bei mir normale Thüringer Knöße. Meinen Mitesser hat es gefreut, denn er konnte sich die restlichen für Montag einpacken ;) 

Zutaten:
1 Bund Petersilie
4 mittelgroße Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
2 Esslöffel mittelscharfer Senf
1 Teelöffel gemahlenen Kümmel
2 kg Schweinebauch mit Schwarte
2 Möhren
2 rote Zwiebeln
1 Stück Knollensellerie
½ Stange Lauch
500 g Schweineknochen
1 kleine Flasche Schwarzbier
700 ml Gemüsebrühe
1 Teelöffel Wacholderbeeren
1 Teelöffel Pfefferkörner
2 Lorbeerblätter
1 kleiner Spitzkohl (ca. 700-800 g)
150 g Schinkenspeck
1 Esslöffel Schmalz
½ Teelöffel Kreuzkümmel
500 g Blumenkohl
1 Ei
125 g Quark
15 g Flohsamenschalenpulver
30 g Kartoffelfasern
1 gestrichener Teelöffel Guarkernmehl 
Salz, Pfeffer 
Öl zum Braten

Zubereitung:
Die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Drei Zwiebeln und zwei Zehen Knoblauch schälen und ebenfalls fein würfeln. Alles mit dem Senf, ½ Teelöffel Kümmel und etwas Pfeffer sowie Salz verrühren. Die Schwarte mit einem scharfen Messer schräg einschneiden. Dann das Fleisch quer halbieren, dabei darauf achten, keine der beiden Fleischschichten durchzuschneiden. Das Fleisch aufklappen und mit Pfeffer und Salz würzen, auf dreiviertel der Fläche die Petersilien-Zwiebel-Masse streichen und das Fleisch aufrollen. Die Rolle mit Schnur zusammenbinden.

Die Möhren und den Sellerie schälen, waschen und grob zerkleinern. Zwiebeln und Knoblauch ebenfalls schälen und grob zerkleinern. Den Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden. Das Gemüse mit den Knochen in einen Bräter geben, dann 2 Esslöffel Sonnenblumenöl darüber verteilen. Ein Gitter auf den Bräter setzen und den Rollbraten darauflegen. Im vorgeheizten Backofen bei 180° Umluft je 10cm Durchmessers des Rollbratens ca. 1 Stunde garen. Nach einer dreiviertel Stunde das Bier und die Gemüsebrühe angießen und die Pfefferkörner, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter und etwas Salz zugeben.

Während das Fleisch gart, die vierte Zwiebel schälen und in Streifen schneiden. Den Schinkenspeck in Würfel schneiden. Beides in Schmalz anbraten. Derweil den Spitzkohl vierteln und in feine Streifen schneiden. Dann zum Schinkenspeck geben und unter gelegentlichem Rühren schmoren. Mit dem restlichen Kümmel, Kreuzkümmel, Pfeffer und Salz würzen.

Den Blumenkohl putzen, klein schneiden und in Salzwasser weich kochen. Abgießen und gut ausdampfen lassen. Den abgekühlten Blumenkohl mit dem Ei und dem Quark pürieren. Flohsamenschalenpulver, Kartoffelfasern und Guarkernmehl vermischen und unter die Masse rühren. Sollte die Masse noch zu weich sein, noch etwas Guarkernmehl darüber stäuben und verrühren. Aus der Blumenkohlmasse 8 Knödel formen und in leicht siedendem Salzwasser garen, bis sie oben schwimmen.

Das Fleisch aus dem Ofen nehmen und mit Alufolie eingewickelt ruhen lassen. Die Knochen und das Gemüse durch ein Sieb gießen, die Knochen entfernen und einen Teil des Gemüses mit durchrühren, bis die Soße eine schöne Konsistenz hat. Das Fleisch auspacken und in Scheiben schneiden. Zusammen mit den Klößen, Kraut und etwas Soße servieren.

Eure Danii von Lecker Bentos und mehr

Samstag, 28. Februar 2026

Bayrisch Creme mit Erdbeersoße im Keto-Style


Passend zu unserem morgigen Rollbraten wollte ich ein leckeres Dessert, mit dem auch mein Mitesser zufrieden ist. Eine Bayrische Creme hatte ich schon recht lange nicht mehr zubereitet. Da sie aber ohne Stärke und Mehl auskommt, fand ich die Creme für eine Low carb Version echt geeignet. Ich habe einfach mein klassisches Rezept genommen und den Zucker durch adäquate Zuckerersatzstoffe ausgetauscht. Hier war es Erythrit und Pudererythrit. Einen großen Unterschied zur normalen Bayrisch Creme gab es nicht.

Zutaten:
300 g tiefgefrorene Erdbeeren
2 Esslöffel Erythrit
2 Blatt Gelatine
½ Vanilleschote
3 Eigelb
300 g Sahne
50 g Pudererythrit
1 Limette (Saft)
Minze zum Dekorieren

Zubereitung:
Die Erdbeeren mit dem Erythrit vermischen und auftauen lassen. Die Gelatine in kaltem Wasser für 10 Minuten einweichen.

Die Vanilleschote längst aufschneiden und das Mark herauskratzen. Dieses mit den Eigelben und dem Pudererythrit auf einem Wasserbad cremig aufschlagen.

Die Sahne steif schlagen. Die Gelatine aus dem Wasser nehmen, ausdrücken und unter die Eiercreme rühren. Danach vorsichtig die Sahne unterziehen und alles in 4 Gläser füllen. Für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Die Limette auspressen, dabei den Saft auffangen. Diesen mit dem Erdbeerpüree verrühren und dieses auf die feste Creme gießen und mit Minze dekorieren.


Eure Danii von Lecker Bentos und mehr

Freitag, 27. Februar 2026

Carpaccio von der Cedro Zitrone mit Garnelen


Manchmal passt es. Da hatte ich am Abend gelesen, dass bei Zorra gerade ein Blogevent über Zitrusfrüchte von Susanne von magentratzerl.de organisiert wird und überlegt, was ich da beisteuern könnte und da falle ich gleich am Eingang vom Supermarkt über lauter interessante Zitrusfrüchte.

Eine davon war die Cedro, auch Zitronatzitrone genannt und ich habe gleich eine der Riesendinger eingepackt. Zuhause habe ich mich dann erst mal kundig gemacht. Dabei habe ich erfahren, dass man die komplette Frucht verwenden kann und durch ihren milden säuerlich-süßen Aroma sie sich besonders für Salate eignet. Durch den hohen Anteil an aromatischer Schale wird sie, wie der Name es sagt, gerne zu Zitronat verarbeitet. Und sie eignet sich hervorragend zur Herstellung von Marmeladen und sowohl süßen als auch würzigen Aufstrichen.

Mit diesem echt leckeren Carpaccio nehme ich am aktuelle Blogevent auf Zorras Kochtopf teil. 

Blog-Event CCXXVII - Zitruszeit! (Einsendeschluss 15. März 2026)

Zutaten für 2 Portionen:
1 Cedro (Zitronatzitrone)
4 Esslöffel fruchtiges Olivenöl
Chiliflocken
2 Esslöffel Pinienkerne
3-4 Stängel Petersilie
80 g gemischter Blattsalat
200 g Garnelen
1 Knoblauchzehe
etwas Zitronensaft
Olivenöl zum Braten
Pfeffer, Meersalz

Zubereitung:
Die Cedro gründlich waschen, gut abtrocknen und in hauchdünne Scheiben schneiden. Auf zwei Teller verteilen, dann die 4 Esslöffel Olivenöl beträufeln und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer sowie einige Chiliflocken würzen.

Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anbraten.Die Petersilienblätter abzupfen und sehr fein hacken. Den Blattsalat waschen und trocken schütteln. Den Blattsalat in die Mitte der Teller legen und mit den Pinienkernen bestreuen. 

Die Garnelen mit der Knoblauchzehe in etwas Olivenöl anbraten, mit Pfeffer, Salz und Zitronensaft abschmecken und oben auf dem Salat verteilen. Zum Schluss die Petersilie darüber streuen.

Übrigens wer mag, kann auch noch ordentlich Parmesan darüber reiben aber mir war nicht danach.



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Donnerstag, 26. Februar 2026

Vegetarische Endivien-Bohnen-Suppe mit Croutons


Das heutige Gericht ist mal wieder etwas total simples aus Italien. Das Einzige was hier wichtig ist, sind die guten Zutaten. Angefangen beim Olivenöl, das sollte schon ein wirklich gutes sein, da es schon sehr geschmacksgebend ist. Auch bei der Gemüsebrühe hatte ich eine selbstgekochte, da eine Instantvariante hier nach meiner Meinung nicht gepasst hätte.

Beim Endiviensalat hatte ich mich für ein krauses Endivienherz entschieden, denn das hatte so einen schönen bitteren Geschmack, den ich sehr mag. 

Zutaten:
1/2 Kopf Endiviensalat
2 Knoblauchzehen
1 Dose weiße italienische Bohnen
4 Esslöffel Olivenöl
1 Liter Gemüsebrühe
100 g altbackenes Ciabatta-Brot
1 Esslöffel Butter
Salz und Pfeffer
geriebener Parmesan nach Geschmack

Zubereitung:
Den Endiviensalat gründlich wasche, trocken schütteln und dabei in mundgerechte Stücke schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und fein würfeln. Die Dose Bohnen abgießen und gut abtropfen lassen. 

Zuerst das Olivenöl erhitzen und bei niedriger Temperatur den Knoblauch leich andünsten. Dann die Endivien zugeben und ebenfalls anschwitzen. Danach Bohnen und Gemüsebrühe angießen und alles ca 20 Minuten köcheln lassen. Die Suppe mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Das Brot in Würfel schneiden und in der Butter goldbraun anrösten. Dann die Suppe auf Teller bzw. Schüsseln verteilen, die Croutons darüber geben und soviel Parmesan wie gewünscht darüber streuen.

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Mittwoch, 25. Februar 2026

Nudelpfanne mit Rindertatar und Chinakohl


Das ist so ein typisches Gericht, wenn es schnell gehen muss. Einfach ein paar Sachen in die Pfanne geworfen, Sahne oder Creme fraiche dazu und noch ein paar Nudeln gekocht. Wenig Aufwand, schnell fertig und trotzdem lecker.

Zutaten:
1 mittelgroße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 Kopf Chinakohl (ca. 400g)
400 g Rindertatar
1 Schluck Weißwein
250 ml Gemüsebrühe
1 Becher Creme fraiche
edelsüßes Paprikapulver nach Geschmack
gemahlener Kümmel nach Geschmack
400 g Spirellis
Pfeffer, Salz
Öl zum Braten

Zubereitung:
Zwiebeln und Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneide. Den Chinakohl waschen, trocken schütteln, vierteln und in feine Streifen schneien.

Etwas Öl erhitzen und darin die Zwiebeln anbraten, dann das Hackfleisch dazu geben und krümelig anbraten. Jetzt Knoblauch und Chinakohl zugeben und mitbraten. Wenn alles gut Farbe hat erst den Weißwein angießen, dann die Gemüsebrühe und das Creme fraiche unterrühren. Mit Paprikapulver, Kümmel, Pfeffer und Salz würzen.

Die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest garen. Dann die Nudeln abgießen, etwas Kochwasser dabei auffangen und zur Soße geben. Dann die Hackfleisch-Kohl-Mischung mit den Nudeln anrichten.

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Dienstag, 24. Februar 2026

Wurstsalat aus Geflügellyoner


Ein Bekannter von mir hat jeden Monat ein Bild vom aktuellen Wurstsalatkalender in seinem Status. Das fand ich echt spaßig einen Kalender, der nur verschiedene Arten von Wurstsalat zeigt. Was wir sehr schade fanden, war, dass es nur die Fotos gibt aber keine Rezepte. Das war wohl letztes Jahr noch anders. Bei einem gemeinsamen Treffen hatten wir darüber philosophiert, wie die Salate denn schmecke könnten. Heute gibt es das Bild vom Januar.

Zutaten für 1 Portion:
1 Teelöffel Olivenöl
1/2 Teelöffel Honig-Dijon-Senf
Balsamico bianco nach Geschmack
150 g Geflügellyoner (Aufschnitt)
einige Zwiebelringe
1 handvoll Blattsalat
1 Tomatenscheibe
1 Gewürzgurke
Pfeffer, Salz
etwas gehackte Petersilie

Zubereitung:
Das Olivenöl mit dem Senf verrühren, dann mit Balsamico, Pfeffer und Salz abschmecken. Den Aufschnitt auf einen Teller legen und das Dressing mit den Zwiebelringen darüber verteilen. 

Den Blattsalat waschen, trocken schütteln und auf dem Salat anrichten. Die Gewürzgurke an eine Seite legen. Die Petersilie darüber streuen.



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Montag, 23. Februar 2026

Gebackene Eier auf Spinat aus der Heißluftfritteuse


Bei uns auf Arbeit gab es in der Kantine mal wieder Spinat mit Rührei, da ich aber wegen der verwendeten Produkte dort nicht mehr mitesse, musste ich mir meinen Spinat zu Hause selber kochen, denn da weiß ich wenigsten, was im Essen ist. 

Allerdings war mir nicht nach dem einfachen Spinat mit Rührei und Salzkartoffeln. Ich war mir sicher, dass mir da etwas Interessanteres einfällt. Na ja das Gericht ist dabei herausgekommen. 

Zutaten für 2 Portionen:
450 g gefrorener Blattspinat
4 Kartoffeln (für mein Mitesser hatte ich statt der 2 Kartoffeln Blumenkohl)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 gehäufte Esslöffel Butter
1 Schluck Weißwein
2 gehäufte Esslöffel Schmand
Etwas Muskatnuss
4 Eier
Salz, Pfeffer
Petersilie zum anrichten

Zubereitung:
Den Spinat auftauen. Die Kartoffeln schälen, waschen, würfeln und in Salzwasser weich kochen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln.

Einen Esslöffel Butter schmelzen und darin Zwiebeln und Knoblauch goldgelb andünsten, dann den Spinat zugeben und ebenfalls mit anschhwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen, aufkochen lassen und den Schmand unterrühren. Alles mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss kräftig abschmecken. Den Spinat noch einige Minuten köcheln lassen.

Die gekochten Kartoffeln abgießen, jeweils auf zwei ofenfeste Formen verteilen und mit einer Gabel grob zerdrücken. Dann jeweils die Hälfte der restlichen Butter unterarbeiten. Den Spinat darüber verteilen und dabei jeweils 2 Vertiefungen für die Eier machen. Dahinein die Eier schlagen. 

Die Ofenformen in die Heißluftfritteuse stellen, bei mir passte in jedes Fach jeweils eine Form. Dann alles bei 160° 12 Minuten garen. Nach der Hälfte der Zeit die Formen um 180° drehen.  
Wer das Eigelb auch durchgegart haben möchte, sollte alles einige Minuten länger garen.
 



Eure Danii von Lecker Bentos und mehr