Für meinen Septemberurlaub hatte ich mich dieses Jahr für ein kleines Örtchen im Dahme-Spreewald in der Nähe von Berlin entschieden. Hier in Heidesee-Kolberg hatte ich mir ein kleines Häuschen mitten im Wald gemietet, um einfach eine entspannte Woche zu verbringen. Für die zweite Woche wollte ich dann noch nach Lüneburg aber davon später.
Bei meiner Urlaubsplanung hatte ich dieses Mal ein kleines Problem. Ich versuche immer für meine Urlaube Erholung, Kultur und Kulinarisches in ein gutes Verhältnis zu bringen. Aber mit der Kultur war es in dieser Gegend etwas schwierig. Viele wirklich sehenswerte Orte haben nur eingeschränkte Öffnungszeiten, wie zum Beispiel das Freilichtmuseum "Germanische Siedlung" in Klein Köris.
Da es von einem ehrenamtlichen Verein geführt wird, kann man es leider nur am 1. Sonntag jeden Monat besichtigen. Das gleiche gilt auch für das Dahmelandmuseum, das ist nur am Samstag geöffnet. Wenn ich nicht nur eine Woche dort in der Gegend sein wollte, hätte ich das organisieren können aber so war es echt schade. Obwohl so schade auch nicht, denn jetzt habe ich einen Grund hier nochmal herzufahren.
Praktische Wiederverwendung einer Badewanne
Anschließend habe ich mich noch beim Brotsommelier und einem Supermarkt mit allem versorgt, was ich so für die nächsten Tage brauchen würde.
Als nächstes hatte ich mich im Haus Meise für eine Woche eingerichtet. Und ein kleines Päuschen auf der bequemen Couch eingelegt.
Die netten Vermieter hatten mir vorher alles erklärt und mir auch mit der Technik geholfen, manchmal bin ich schon etwas blond.
Ausgesucht hatte ich mir das kleine Häuschen, weil die Beschreibung absolute Ruhe versprach und das war genau, was ich zu diesem Zeitpunkt gebraucht hatte. Das Häuschen lag so richtig schön idyllisch im Grünen und das zweite Schlafzimmer konnte ich als begehbaren Kleiderschrank nutzen ;)
Einen kleinen Kompromiss war ich eingegangen, die Küche war nicht so ausgestattet wie die meiner letzten Ferienwohnungen aber es war alles da, was man so braucht und es entsprach auch alles der Beschreibung und ich hatte mich bewusst darauf eingelassen. Da die Ausstattung genau beschrieben war, hatte ich einfach meine Heißluftfritteuse eingepackt, das Auto fährt es ja und so hatte ich mit den zwei Kochplatten alles notwendige. Ihr könnt in de nächsten Tagen wie üblich die gekochten Rezepte lesen. Das einzige was ich vermisst habe, war der Geschirrspüler. Ich glaube, ich habe noch nie so oft aufgewaschen. Aber seien wir mal ehrlich, das ist schon ein Luxusproblem und es ging die Woche auch ohne den Geschirrspüler ;)
Im übrigen war die Meise in dem Häuschen überall Thema. Ich habe noch nie so viele Sachen mit Meisen darauf gesehen. Sie waren überall, als Bilder, Bücher, Kissen, kleine Porzelanfiguren, Motiv auf dem Couchtisch und sogar auf den Gardinen waren Vögel zu sehen - total niedlich.
Aber nicht nur das Häuschen war sehr gepflegt, auch rundherum hatten die Vermieter alles sehr schön hergerichtet.
Für mein Abendessen hatte ich den dort vorhandenen Grill angeschmissen. Der Plan war gewesen, auf dem Ziegenhof Ziegenfleisch mitzunehmen aber das hätte ich bestellen müssen. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, denn das steht auch auf deren Webseite. Na ja ich bin dann bei einem Fleischer vorbei und deshalb gab es dann eben Lamm. Dazu hatte ich einen frischen Sommersalat und eine Folienkartoffel.Den Abend habe ich dann gemütlich vor dem kuscheligen Kamin mit einem leckeren Mocktail verbracht.Nach einer wirklich erholsamen Nacht hatte ich mir ein ordentliches Frühstück gemacht und das auf meiner sonnigen Terrasse genossen. Die war während meines Aufenthaltes mein Highlight, außer am ersten Abend war das Wetter so schön, dass ich immer draußen mein Essen genießen konnte.Nach einem faulen Vormittag auf der gemütlichen Couch und einem guten Buch bin ich zum Mittag in das Waldrestaurant Tiefer See gefahren und habe mir dort ein leckeres Essen gegönnt.Die Eisbeinsülze von der Oma mit Bratkartoffeln war wirklich sehr schmackhaft. Die Deko in dem Restaurant war schön kitschig. Na ja Staub wischen möchte ich da nicht ;)Bei meiner Vor-Urlaubsrecherche war mir der Biogarten in Prieros untergekommen und den wollte ich mir anschauen.Da das Wetter mitgespielt hat, konnte ich den tollen Garten in aller Ruhe genießen. Mir persönlich gefielen besonders die Kräuterbeete.
Auch die fleißigen Bienchen hatten ihren Platz.
Einfach idyllisch!Nach einer entspannten Zeit ging es zurück in mein Ferienhaus und ich gönnte mir dann das Stück Ziegenkäse-Torte, das ich mir auf dem Ziegenhof mitgenommen hatte.Der nächste Tag begann leicht bewölkt aber da die Sonne immer wieder durchschaute, frühstückte ich erstmal auf meiner Terrasse.
Vor meinem Urlaub war der Wetterbericht noch der Meinung, dass es am Montag sonnig und warm sein würde aber so wirklich wollte die Sonne nicht. Zumindest hier in der Gegend. Wo anders in Deutschland sollten es glatt 30 Grad gewesen sein.
Da frühs das Wetter zumindest trocken war, hatte ich wie geplant mein Sandwich, eine leckere Limonade und den Gurkensalat vorbereitet und alles in die Kühltasche gepackt.
An der Badestelle am Wolziger See angekommen, war das Wasser so kalt, dass ich auf das Planschen verzichtete und mir einfach nur mein Sandwich habe schmecken lassen.Wenn es nur etwas wärmer gewesen wäre, wäre das genau mein Platz gewesen.Es wurde noch wolkigeraber mein Picknick wollte ich mir nicht verderben lassen und habe alles aufgegessen.Da die Wolken immer mehr zuzogen, bin ich wieder in mein Ferienhaus gefahren und hatte es genau vor dem Regen geschafft. Und was macht man bei schlechtem Wetter, powercouching mit einem Buch.
Als dann die Sonne wieder raus kam, bin ich an den Wolziger See gefahren und machte es mir im Restaurant Zur Fischerhütte Blossin bequem.Mit einem Blick auf den kleinen Hafen.
Die Fischplatte war wirklich genial. Der nächste Tag startet so sonnig, wie ich es am Montag gerne gehabt hätte. Und weil das Wetter so schön war, habe ich mir wieder mein Frühstück auf der Terrasse gegönnt.Auf dem Plan stand der Besuch der Gläsernen Molkerei in Münchehofe. Da die Besichtigung 14 Uhr beginnen würde, nutzte ich den Vormittag, um mein Süppchen für das Abendessen zu kochen. Als ich die Suppe fertig hatte, bin ich auf idyllischen kleinen Straßen nach Münchehofe gefahren.Vor der Besichtigung erfuhren wir ein paar interessante Sachen über die Molkerei und deren Produkte. Das war dann mein letztes Foto, denn oben auf dem Glasgang war das Fotografieren der Anlage verboten. Wirklich Interessantes gab es nicht zu sehen aber die nette Dame, die die Führung machte, erzählte wirklich Wissenswertes. Ohne ihre Erklärungen hätte man sich die Besichtigung glatt schenken können.Zusätzlich zur Besichtigung hatte ich ein Verkostungsbrettchen bestellt und das gab es im Hofladen. Oh man der war vielleicht gefährlich - zumindest für mein Portemonnaie. Und hier durfte man auch fotografieren. ;)Mein Verkostungstellerchen war wirklich lecker und natürlich hatte ich mir dann auch von dem Käse etwas mitgenommen. *lach*Da der Tag wirklich warm war, bin ich zurück in mein Ferienhäuschen gefahren, denn das steht ja schön unter Bäumen und lädt sich nicht so auf, egal wie warm es auch ist. Nach meinem ausgiebigen Nickerchen bekam ich dann Besuch von einer Blaumeise. Ist schon lustig Blaumeise im Haus Meise. Schnell noch mein Abendessen vorbereitet und entspannt auf der Terrasse verschnabuliert.
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