Donnerstag, 21. Februar 2013
Risotto mit Shimeji-Pilze
Beim Einkaufen bin ich mal wieder über Shimeji-Pilze gestolpert und solche Gelegenheiten muss man nutzen. Auf dem Weg nach hause schon mal überlegt, was ich damit zubereiten könnte aber kaum zu hause wurde schon Risotto gewünscht und Wünsche werden sofort erfüllt ;D na ja manchmal.
Zutaten:
150 g Shimeji-Pilze
400 g Risotto-Reis
70 g geriebener Parmesan
1 Zwiebel
3 Esslöffel Butter
1 l Gemüsebrühe
1 Knoblauchzehe
4 Eier
3 Schalotten
Thymian
1 Glas Weißwein
Salz, Pfeffer
Petersilie
Zubereitung:
Zuerst die Eier zubereiten. Diese dafür 5 Minuten kochen lassen und dann abschrecken. Die abgekühlten Eier schälen und warm halten.
Dann die Zwiebeln, Schalotten und Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Zwiebeln mit Knoblauch und etwas Thymian in etwas Öl anschwitzen und dann den Reis dazugeben und weiter anschwitzen bis der Reis glasig wird. Mit dem Weißwein ablöschen. Die Brühe in kleinen Mengen dazu geben und unter Rühren den Reis ausquellen lassen. Wenn der Reis gar ist, 2 Esslöffel Butter und den Parmesan einrühren. Alles mit etwas Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
Währenddessen die Shimeji-Pilze putzen. Die Schalotten in der restlichen Butter anbraten, die Shimeji-Pilze hinzufügen und anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Pilze mit dem Risotto zusammen anrichten. Jeweils ein halbiertes Ei obenauf setzen und mit etwas gehackter Petersilie bestreuen.
Mittwoch, 20. Februar 2013
Bento Nr. 247 Risotto mit Shimeji-Pilze
Das Thema der heutigen MittwochsBox ist "fleischlos" und zwar mit dem Hintergrund, dass die Fastenzeit begonnen hat. Ich persönlich halte ja nicht viel vom Fasten. Denn nach meiner Meinung sollte man auf etwas verzichten, was einem gefällt und da ist es bei mir immer ein bisschen schwierig. Ich trinke fast keinen Alkohol, also wäre es kein Verzicht, wenn ich 6 Wochen nichts alkoholisches trinken würde. Genauso geht es mir mit Süßkram. Ich habe immer noch eine Tafel Schokolade, die ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Na ja Rauchen tue ich schon seit über 20 Jahren nicht mehr, Auto fahren muss ich schon dienstlich fast jeden Tag, na ja das einzigste was übrig bleibt, ist der Verzicht auf Fleisch. Aber da ich das auch nicht jeden Tag esse, wäre es nicht wirklich ein Verzicht, nur schwer zu koordinieren. Trotzdem habe ich mir wieder ein passendes Bento einfallen lassen, da ab und zu auf Fleisch zu verzichten, ja nicht falsch ist. Eigentlich wollte ich was mit Frischkäseröllchen oder so machen aber dann ist mal wieder die fehlende Zeit dazwischengekommen. Ich hätte extra noch einkaufen müssen und in der Küche rumbasteln. Also ist es heute ein Restebento geworden. Wir hatten am Abend ein lecker Risotto mit Shimeji-Pilze und ich habe die Reste einfach in die Bentobox gefüllt. Da ich kein bentotaugliches Obst da hatte, habe ich mir einfach eine Banane mitgenommen.
Um das Risotto etwas farbenfroher anzurichten, kamen noch etwas Rucola und Feldsalat mit hinein. Dazu gab es die bentonotwendigen Cocktailtomaten und ein paar Wachteleier. Man merkt, dass ich zu wenig Zeit hatte, ich habe es nicht mal geschafft, die Eier zu schälen ;D
Das Rezept fürs Risotto gibts morgen.
Dienstag, 19. Februar 2013
Selbstzubereiteter Geflügelfond
Dass ich ungern auf Fertigprodukte zurückgreife, ist ja nicht neu. Und gerade die Lebensmittelskandale der letzten Zeit haben mich in meiner Meinung auch nur bestärkt. Gerade bei fertigen Fonds habe ich immer das Gefühl, dass da eigentlich nur gewürztes Wasser im Glas ist, an dem ein Stück Fleisch vorbei gerannt ist und der Unterschied zwischen Geflügel und Lamm ist nur anhand der Beschriftung auf dem Glas erkennbar. Deshalb ziehe ich mir meistens Fonds aus Knochen und anderen Fleischresten, die beim Kochen übrig sind. Da ich ja gerade ein Huhn zerlegt habe und somit genügend Reste für einen leckeren Fond übrig sind, habe ich mich mal wieder bevorratet.
Zutaten:
1 Karkasse vom Huhn
1 große Zwiebel
3 Möhren
1 halben Sellerie
1 kleine Stange Lauch
2 Petersilienwurzeln
2 Lorbeerblätter
1-2 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer
2 Chilis
Pfefferkörner
Salz
Zubereitung:
Die Zwiebel und das Gemüse putzen und waschen. Die Zwiebel halbieren und das Gemüse grob zerkleinern. Die halbierte Zwiebel in einem Topf ohne Öl anrösten.
Das Gemüse ebenfalls mit anrösten und die Karkasse zugeben und mit ca. 5l Wasser auffüllen. Die Gewürze in einem Teebeutel hineingeben und ausreichend salzen. Alles ca. 1 Stunde köcheln lassen und dann durch ein feines Sieb gießen. Während des Kochens immer mal wieder den Schaum abschöpfen.
Alles was ich nicht gleich benötige, fülle ich in Tupperdosen (soll keine Werbung sein aber die sind so schön praktisch) ab und staple sie in meiner Tiefkühltruhe.
Montag, 18. Februar 2013
Wie zerlege ich ein Huhn?
Ich kaufe in den letzten Jahren immer bewusster ein und gerade der jetzige "Pferdefleischskandal" gibt mir mal wieder recht. Ich esse ja gerne mal ein Stück Pferd so als Roulade sehr lecker aber dann ist das Fleisch, dass auch zum Essen gedacht ist. Na ja und da ist Pferdefleisch eigentlich auch ein ganzes Stück teurer als Rindfleisch. Durch die ganze "Geiz ist geil"-Mentalität fragen die meisten Konsumenten doch gar nicht mehr nach, wie es möglich ist, eine 1kg-Lasagne für 1,99 € zu verkaufen. Wer da denkt, da sind hochwertige Zutaten drin, unterliegt doch einer Selbsttäuschung. Ich vermeide solche Lebensmittel schon seit Jahren und wie ich jetzt wiedermal feststellen konnte zum Glück. Nicht alles was ich kaufe ist Bio, häufig kaufe ich beim Bauern meines Vertrauens, der hat zwar kein Biozertifikat aber da weiß ich, dass die Eier von glücklichen Hühnern stammen oder dass die Kaninchen nicht in Mini-Käfigen schnell gemästet werden.
Auch beim Geflügel kaufe ich nicht mehr jedes Teil. Und sein wir mal ehrlich, gerade billiges Hühnerfleisch verliert bei der Zubereitung viel Wasser, wird schnell trocken und der Geschmack ist na ja. Wenn man dagegen ein Huhn zubereitet, dass Zeit hatte zu wachsen, da schmeckt das fertige Gericht auch noch nach was und das Fleisch bleibt schön saftig. Jetzt kommt immer das Totschlagargument der Preis, klar ist so ein Bio-Huhn zwei- bis dreimal so teuer wie ein normales aber nicht so sehr viel teurer als Hühnerfilets oder ausgelöste Hühnerkeulen. Aus diesem Grund kaufe ich in letzter Zeit immer ein komplettes Huhn, zerlege es und verwende alles und spare damit sogar noch Geld. Aus einem Huhn bekomme ich immer mindestens 2 Mahlzeiten für uns und noch ein paar Liter Brühe, die ich dann einfriere. Um mal zu zeigen, dass das Tranchieren eines Hühnchens gar nicht so schwierig ist, habe ich mal ein paar Fotos gemacht (hierbei hat mir das erste Mal der Fotoassistent gefehlt - Huhn schneiden, Hände waschen Foto machen, nächster Schnitt, wieder Hände waschen ...)
Eigentlich benötigt man nur zwei scharfe Messer: ein Fleischmesser mit einer breiten Klinge und ein Messer mit schmaler Klinge zum Auslösen.
Vor dem Zerlegen das Huhn abwaschen und mit Küchenpapier trocken tupfen.
Zuerst werden die Hähnchen-Flügel entfernt und zwar am ersten Gelenk. Dafür mit der breiten Klinge in der Mitte des Gelenkes durchschneiden.
Als nächstes sind die Keulen dran. Mit der schmalen Klinge zwischen Keule und Brust den Schnitt ansetzen und an den Rippen entlang nach unten durchschneiden. Dann die Keule etwas nach außen drücken, dadurch erkennt man die Stelle am Gelenk, durch die man es teilen kann. Mit der schmalen Klinge das Gelenk zerteilen und die Keule komplett abtrennen.
Jetzt die Flügelkeulchen abschneiden. Dafür oberhalb des Gelenkes einschneiden, dann das Gelenk nach oben drücken und in der Mitte durchtrennen. Zum Schluss das restliche Fleisch durchschneiden ohne das Brustfilet zu zerschneiden.
Als letztes die Hähnchen-Brust herauslösen. Dazu das Brustbein erfühlen, vorsichtig die Haut entlang des Brustbeins einschneiden, dann erst das Fleisch am Brustbein entlang nach unten schneiden bis zu den Rippen, ohne diese zu zerschneiden. Vorsichtig das Fleisch von den Rippen abschneiden und die Haut durchtrennen.
Man kann noch das Innenfilet heraustrennen und auch die Keule kann noch einmal zertrennt werden. Die übrig gebliebene Karkasse kann man zu Brühe verarbeiten. Die einzelnen Hühnchenteile können zu unterschiedlichen Gerichten zubereitet werden. Aus den Flügeln kann man z. B. Chickenwings herstellen und Brustfilet und Keulen lassen sich ebenfalls vielseitig verwenden.
Sonntag, 17. Februar 2013
Yakishiitake-gohan (gebratene Shiitake)
Ich habe mal wieder bei Mari "gediebstahlt". Manchmal ist das beim Einkaufen schon merkwürdig, da hat man schon einen Einkaufszettel und hat dann doch mehr im Einkaufskorb als auf dem Zettel stand. Gestern hatte ich dann eine Packung Shiitake-Pilze im Korb und musste erst einmal überlegen, was ich damit anstellen sollte. Da fiel mir das leckere Rezept von Mari ein und ich habe es gleich mal ausprobiert. Die zitronige Note und die leichte Süße passen extrem gut zu den aromatischen Shiitake-Pilzen einfach lecker. Als Beilage habe ich dann noch etwas Wirsing mit Sesam-Sojasoße zubereitet. Beides zusammen war eine sehr leckere Mischung.
Zutaten:
250 g frische Shiitake
2 Esslöffel Yuzu-cha
3 Esslöffel Sojasoße
1 Teelöffel Sesamöl
1 Esslöffel Dashi
3 Frühlingszwiebeln
einige Blätter Wirsing
weißer Sesam
Salz
Zubereitung:
Den Wirsing gründlich waschen und in dünne Streifen schneiden. In etwas Öl pfannenrühren und mit dem Dashi, 2 Esslöffeln Sojasoße, dem Sesamöl und etwas Salz vermengen. Den Sesam im Mörser etwas zerkleinern und über den fertigen Wirsing krümeln.
Zuerst die Pilze putzen, die Stiele entfernen und in Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebel in dünne Röllchen schneiden. Dann Yuzu-cha und 1 Esslöffel Sojasoße miteinander verrühren.
Im Wok etwas Öl erhitzen und zuerst die Frühlingszwiebelröllchen andünsten. Mit einer Prise Salz würzen und aus dem Wok nehmen. Dann die Pilze ebenfalls anbraten und mit der Yuzu-Sojasoßen-Mischung und etwas Salz würzen. Die Shiitake und die Frühlingszwiebeln auf gedämpften Reis anrichten.
Samstag, 16. Februar 2013
Walnuss-Brownies
Mit diesen sehr schokoladigen Brownies habe ich mich für einen Gefallen bedankt und bin damit sehr gut angekommen *g*. An diesem Brownies-Rezept habe ich eine ganze Zeit getüftelt. Die originalen Rezepte waren mir immer viel zu süß, manche auch nicht saftig genug. Da ich aber gerne hochwertigen Kakao benutze, waren die ersten Brownies einfach zu herb. Auch die richtigen Mengen von Butter und Mehl/Kakao haben am Anfang nicht wirklich hingehauen. Aber was lange währt, wird endlich gut und lecker.
Zutaten:
80 g Butter
180 g brauner Zucker
1 Vanilleschote
2 Eier
40 Mehl
90 g Kakao
50 g grob gehackte Walnüsse
50 g Schokotröpfchen
Zubereitung:
Eine viereckige Backform (meine ist 28 x 17 cm groß) mit Backpapier auskleiden. Den Backofen auf 170°C vorheizen. Die Butter verflüssigen und mit dem Zucker und dem Vanillemark verrühren. Die Eier einzeln dazu geben und jeweils zu einer homogenen Masse verarbeiten. Mehl und Kakao darübersieben und mit einem Holzlöffel verrühren. Zum Schluss die Walnüsse und die Schokotröpfchen unterrühren. Den Teig mit zwei Löffeln in die Backform füllen, glattstreichen (das hatte ich vergessen) und ca. 30 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Teig fertig gebacken ist.
Den Kuchen auskühlen lassen und dann in 8 Stücke schneiden.
Freitag, 15. Februar 2013
Gözleme vom Bauernmarkt in Mahmutlar
Unser Hotel befand sich in der Nähe des Stadtteils Mahmutlar. Dort findet jeden Samstag ein großer Bauernmarkt statt. Da wir über die Mittagszeit dort waren, habe wir uns einen kleinen Snack gegönnt und zwar Gözleme. Das war eine leckere Erfahrung.
Da wir einen sehr netten Gästebetreuer im Hotel hatten, der auch sehr gut Deutsch konnte, habe ich mir die Zubereitung mal erklären lassen. Wenn man ein Crepes Standgerät besitzt, lassen sich die Gözleme sehr einfach zubereiten. Wenn man so ein Gerät nicht besitzt, kann man auch eine große Pfanne verwenden. Statt der Kartoffelfüllung gab es auch noch Gözleme, die mit Fetakäse gefüllt waren. In der Türkei wird dazu gerne Ayran getrunken.
Zutaten:
500 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
1/2 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Zucker
250 ml Milch
125 ml Olivenöl
75 ml warmes Wasser
1 Bund Blattpetersilie
3 mittelgroße Kartoffeln
Saft einer halben Zitrone
Pfeffer, Salz
Olivenöl
Zubereitung:
Die lauwarme Milch mit der Hefe verrühren. Dann Öl, Wasser, Zucker und Salz unterrühren. Jetzt das Mehl dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig darf nicht mehr kleben, wenn doch eventuell noch etwas Mehl unterkneten. An einem warmen Ort solange gehen lassen, bis sich die Teigmenge verdoppelt hat (mindestens 40 Minuten).
Für die Füllung die Kartoffeln schälen und wie für Kartoffelpuffer raspeln. Die Petersilie hacken und mit den Kartoffeln vermischen. Dann mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.
Den Teig noch einmal gut durchkneten und pfirsichgroße Kugeln formen. Jeweils einzeln zu dünnen Teigfladen ausrollen. Küchenpapier mit etwas Olivenöl tränken und damit eine Pfanne auswischen. Darin die Teigfladen einzeln von beiden Seiten hellbraun anbraten. Dann jeweils auf jeden Fladen etwas Füllung geben, in der Mitte zusammenfalten und von einer Seite nochmals etwas braten. Dann alles noch einmal in der Mitte falten, so dass die gerade gebratene Seite in der Mitte ist und dann von beiden Seiten fertig garen.
Zum Schluss noch ein paar Bilder:
Hier mal der Beweis für 27°C im Januar.
Gewürze über Gewürze
Und so viel leckeres Obst und Gemüse da hat nur die Küche gefehlt ;D
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